Schwerpunkt Traumatherapie
Wenn es für Symptome wie Ängste, chronische Schmerzen, Schlafstörungen, Depressionen, Selbstwertprobleme etc. keine Erklärung zu geben scheint oder wiederkehrende Schwierigkeiten in beruflichen und /oder privaten Beziehungen vorliegen, könnte es sein, dass Sie unter den Folgen eines Traumas leiden, auch wenn Sie sich nicht daran erinnern.
Ein Trauma entsteht nicht nur durch große Katastrophen oder das Erleben von seelischer oder körperlicher Gewalt, sondern alles, was ein Gefühl von absoluter Hilflosigkeit und Ausgeliefertsein erzeugt, kann traumatisierend wirken.
Die Ursache für Beziehungskonflikte, psychische Probleme und körperliche Erkrankungen können traumatische Lebenserfahrungen sein. Traumatische Erfahrungen, sogar bereits solche aus vorgeburtlicher und früher Kindheit verursachen eine Spaltung zwischen Psyche und Körper. Erinnerungen rutschen ins Unbewusste, Körpersymptome lassen sich nicht zuordnen, Emotionen werden nicht gefühlt,...
Frühkindliche Erfahrungen, insbesondere die Qualität der Bindung zur Mutter und den engsten Bindungspersonen, sind entscheidend für unsere psychische Entwicklung und wirken sich nachhaltig auf das gesamte Leben aus. Unverarbeitete, schmerzhafte Erlebnisse – wie zum Beispiel der Verlust von Nähe, emotionales nicht beantwortet werden, Grenzverletzungen und Gewalterfahrungen (körperlich, sexuell, psychisch),…-beeinflussen unser Verhalten auf unbewusste Weise und wiederholen sich oft in unserem Alltag, in Beziehungen, im Beruf und im Verständnis von uns und der Welt.
Je weniger wir unsere Vergangenheit spüren und Zugang zu ihr haben, desto tiefer wirkt sie unbewusst und beeinflusst unser aktuelles Leben, Empfinden und Verhalten. Der sicher gut gemeinte Rat-schlag, im „Jetzt“ zu leben, ist somit meist wenig hilfreich, da genau diese Orientierung im „Hier und Jetzt“ oft erst mal nicht gehalten werden kann, da Trigger die Vergangenheit in die Gegenwart zu holen scheinen. Verdrängte Traumata beinhalten Gefühle wie z.B.Ohnmacht, Angst, Trauer, Scham und Wut, die nicht verarbeitet werden konnten. Diese ungelösten Emotionen lösen Konflikte aus und tauchen immer wieder auf, besonders in Momenten, in denen sie „getriggert“ werden. Doch auch ohne spezifische Auslöser können unverarbeitete Traumata immer wieder Situationen schaffen, die uns an das ursprüngliche Erleben erinnern, manchmal auch in Form von körperlichen Symptomen.
Grundlage für meine therapeutische Arbeit sind die neue Trauma- und Bindungsforschung, körperorientierte Verfahren sowie die Identitätsorientierte Psychotrauma-Theorie (IoPT).
Ziel ist es die gesunden Strukturen zu stärken, Trauma-Überlebensmechanismen besser zu verstehen und abgespaltene Gefühle und Emotionen wieder zur Lebendigkeit zu bringen.